Fair Trade

Grundsätzlich ist Fair Trade ein Instrument, mit dem die Armut in Entwicklungsländern nachhaltig bekämpft werden soll. Bauern in Lateinamerika, Asien oder Afrika erhalten für ihre Produkte neben dem normalen Preis eine gewisse Prämie, durch die die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort nachhaltig verbessert werden. Arbeiter auf Fair Trade-Plantage profitieren von in der Regel deutlich besseren Arbeitsbedingungen gegenüber ihren Kollegen auf anderen Plantagen.

Vor allem die Landbevölkerung in den ärmsten Ländern leidet unter dem Druck schwankender Weltmarktpreise für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Finanzielle Puffer für schlechte Ernten oder unvorhergesehene Ereignisse fehlen, die allgemeinen Lebensbedingungen sind oft katastrophal.

Möglichkeit zur langfristigen Entwicklung

Um sich mit dem Fair Trade-Logo schmücken zu dürfen, müssen Produzenten und Händler sich zur Einhaltung gewisser Standards verpflichten. Dabei werden verschiedene Bereiche abgedeckt, in erster Linie spielen Ökonomie, Ökologie und Soziales eine wichtige Rolle. Dafür erhalten sie langfristige Lieferverträge und die Sicherheit, ihre Produkte zu einem bestimmten Preis verkaufen zu können. Mit diesem planbaren Einkommen wird es ihnen ermöglicht, dringend benötigte Investitionen vorzunehmen und langfristig den Weg aus der Armut zu finden.

Auf der Grundlage solcher Standards hat sich auch in anderen Bereichen der Gedanke der Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren immer stärker entwickelt. Zwei dieser Bereiche sind Finanzanlagen und Tourismus. Auf den folgenden Seiten werden die Grundlagen dieser Ideen erläutert, spezifische Probleme angesprochen und die großen Vorteile der Idee nachhaltigen Wirtschaftens ausgeführt.