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Die Schlagzeilen des Jahres 2012 verraten im Prinzip alles über den Zustand des weltweiten Bankensystems: Spanische Banken zwangen zum Beispiel die iberische Regierung, europäische Hilfskredite zu akzeptieren, um den Bankrott abzuwenden. Die weltgrößten Banken rund um Barclay’s und die Deutsche Bank haben den Banken-Leitzins Libor zu ihren Gunsten manipuliert und das britische Geldhaus HSBC finanzierte offenbar direkt Drogenhändler und Terroristen, indem es Geld für diese wusch. Die meisten Privatkunden haben längst das Vertrauen in die Integrität der Finanzinstitute verloren und wünschen andere Möglichkeiten und Orte, an denen sie ihr Geld anlegen können. Diese gibt es: Alternative Ökobanken wie etwa die EthikBank gewinnen immer mehr an Zulauf.

Was sind alternative Banken?

Zum Beispiel der Umweltschutz wird bei den Alternativen Banken groß geschrieben; Foto: © Dmitry - Fotolia.com

Alternative Banken (Artikel in der Süddeutschen) haben bestimmte Qualitätsstandards, die Institutionen erfüllen müssen, um Geld von ihnen zu bekommen. Grundsätzlich geht es diesen Geldhäusern darum, weltweit die Nachhaltigkeit und den Frieden zu fördern. Aus diesem Grund können beispielsweise Umweltverschmutzer kein Geld von Ökobanken wie der EthikBank erhalten. Neuartige Betriebe, die zum Beispiel auf saubere, regenerative Energiequellen setzen, erhalten hingegen relativ einfach einen Kredit.

Die Positiv- und die Negativ-Liste der alternativen Banken

Die alternativen Banken haben, um zu entscheiden, wem sie Geld verleihen wollen und wem lieber nicht, zwei Listen, die ihnen bei der Entscheidung helfen. Auf der Positiv-Liste stehen Eigenschaften, durch die potenzielle Kreditnehmer besonders schnell ein Darlehen erhalten können. Klassische Punkte auf dieser Liste sind der Umweltschutz, die Verpflichtung zu den Menschenrechten oder besonders faire Gehälter. Auf der Negativ-Liste stehen die Punkte, durch die ein Unternehmen oder eine Person sofort ausscheidet, wenn sie einen Kredit haben möchte. Dazu gehören Dinge wie der Waffenhandel oder Hungerlöhne.

Alternative Banken sind erfolgreich

Ökobanken wie die EthikBank sind mit ihrem Konzept erfolgreich: Seit Jahren können diese Finanzinstitute wachsende Umsätze und Gewinne vermelden. Der wirtschaftliche Ansatz dieser Banken, der lautet, dass nachhaltige Investments auch immer zu nachhaltigen Gewinnen führen werden, scheint sich zu bewahrheiten. Auffällig ist zudem auch der Umstand, dass die alternativen Banken bereits seit geraumer Zeit in den Kundenumfragen immer präsenter und stetig besser bewertet werden. Es gelingt ihnen zunehmend, sich immer mehr Vertrauen zu erarbeiten. Dies schaffen sie beispielsweise auch dadurch, dass sie ihre hohen Ansprüche auch ans sich selbst anlegen: Alternative Banken sind so fast ausnahmslos “gläserne Banken”, welche auch die Bundesregierung und die Bundesbank wünscht. Dies bedeutet, sie legen alle ihre Geschäfte offen und ermöglichen es auf diese Weise, den Kunden, dass diese jederzeit nachvollziehen können, worin die Bank eigentlich investiert. Dies ist gleichsam ein wirksames Ausschlusskriterium gegen die Gefahr, dass sich eine Bank als Ökobank bezeichnet, obwohl sie es faktisch gar nicht ist.