Fair Trade http://www.worldfairtradeday09.org auf allen Ebenen Wed, 20 Feb 2013 16:32:29 +0000 en hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.2.1 Weltweiter Emissionshandel http://www.worldfairtradeday09.org/weltweiter-emissionshandel/ http://www.worldfairtradeday09.org/weltweiter-emissionshandel/#comments Sat, 28 Jul 2012 12:02:09 +0000 http://www.worldfairtradeday09.org/?p=45 Der weltweite Emissionshandel zählt zu den Maßnahmen, welche die Welt auf der berühmten Umweltkonferenz in Rio de Janeiro beschlossen (und nicht immer umgesetzt) hat.
Das Konzept geht dabei bereits auf eine Idee des britischen Ökonomen und Publizisten John Harkness Dales zurück, der im Jahr 1968 in seinem Buch “Pollution, Property and Prices” eine entsprechende Theorie entwickelt hatte.

Die Grundidee

Die Idee des Emissionshandels ist im Grunde einfach: Die Welt verpflichtet sich, lediglich eine begrenzte Menge an Schadstoffen auszustoßen, um etwa der drohenden Klimaerwärmung zu begegnen. Nun soll es Staaten erlaubt sein, die Rechte auf den Ausstoß dieser Stoffe anderen Staaten abzukaufen.
Nach Ansicht vieler Ökonomen könnte hieraus ein Markt entstehen, der letztlich die Bedürfnisse aller Beteiligten befriedigt.

Der CO 2 Handel ist bereits in vollem Gange, ohne ersichtliche Erfolge erbracht zu haben.

Defizite des Handels

Bringt der weltweite Emissionshandel wirklich die gewünschten Erfolge?; Foto: © arsdigital - Fotolia.com

Aus der Sicht eines fairen Handels hat der Emissionshandel einige Defizite aufzuweisen: Staaten wie die USA, die in kaum nachvollziehbarer Weise mit den Resssourcen des Planeten umgehen, können somit ihren absurden Lebensstandard auf billige Weise in anderen Kontinenten erkaufen, ohne Krieg führen zu müssen.
Andere Staaten hingegen, vor allem Länder, die vorrangig für den Konsum der westlichen Welt produzieren, bleiben von der Industrialisierung und dem damit einhergehenden breiteren Wohlstand dadurch ausgeschlossen, dass sie ihr Recht, Schadstoffe zu produzieren, abgetreten haben.

Kritik

Kritiker wenden daher ein, dass ein Fair Trade-Abkommen so nicht möglich ist: Der Bauer in Amerika erzielt unglaubliche Erträge, da er den schädlichen Ausstoß seiner Düngemittel in Mali ankaufen kann, wo wiederum der Bauer nicht genügend ernten kann, um wenigstens seine Familie zu ernähren, da es ihm verboten ist, Düngemittel einzusetzen.

Es ist zu befürchten, dass der weltweite Emissionshandel lediglich der Zementierung herrschender Zustände dient. Völker oder Gegenden, die über die natürlichen Verhältnisse leben, werden dies weiterhin tun. Andere Regionen, denen durch den Kolonialismus das Recht auf eine eigene Form des Zusammenlebens verwehrt geblieben ist, werden in ihrem Dasein als Bedienstete einer fernen Welt verhaftet bleiben.

Der weltweite Emissionshandel hat ein weiteres Problem aufgeworfen, das dem Ideal des Fair Trade entgegensteht: Das Problem der Spekulation.
Ein großer Teil der Emissionen wird von Händlern verkauft und angekauft, wobei sich an und für sich die Frage stellt, wie jemand einen Schadstoffausstoß besitzen kann.
Leidtragend an dieser Entwicklung sind afrikanische Länder, deren Hungertote dieser Form der Marktwirtschaft zuzuschreiben sind.

Da Länder wie China sich am Emissionshandel ohnehin nicht beteiligen oder zumindest permanent gegen die Regeln verstoßen, ist es an der Zeit, eine Struktur aufzubauen, die es auch anderen Menschen ermöglicht, in Würde zu leben.

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Alternative Banken: Nachhaltige Partner http://www.worldfairtradeday09.org/alternative-banken-nachhaltige-partner/ http://www.worldfairtradeday09.org/alternative-banken-nachhaltige-partner/#comments Tue, 24 Jul 2012 13:01:42 +0000 http://www.worldfairtradeday09.org/?p=26 Die Schlagzeilen des Jahres 2012 verraten im Prinzip alles über den Zustand des weltweiten Bankensystems: Spanische Banken zwangen zum Beispiel die iberische Regierung, europäische Hilfskredite zu akzeptieren, um den Bankrott abzuwenden. Die weltgrößten Banken rund um Barclay’s und die Deutsche Bank haben den Banken-Leitzins Libor zu ihren Gunsten manipuliert und das britische Geldhaus HSBC finanzierte offenbar direkt Drogenhändler und Terroristen, indem es Geld für diese wusch. Die meisten Privatkunden haben längst das Vertrauen in die Integrität der Finanzinstitute verloren und wünschen andere Möglichkeiten und Orte, an denen sie ihr Geld anlegen können. Diese gibt es: Alternative Ökobanken wie etwa die EthikBank gewinnen immer mehr an Zulauf.

Was sind alternative Banken?

Zum Beispiel der Umweltschutz wird bei den Alternativen Banken groß geschrieben; Foto: © Dmitry - Fotolia.com

Alternative Banken (Artikel in der Süddeutschen) haben bestimmte Qualitätsstandards, die Institutionen erfüllen müssen, um Geld von ihnen zu bekommen. Grundsätzlich geht es diesen Geldhäusern darum, weltweit die Nachhaltigkeit und den Frieden zu fördern. Aus diesem Grund können beispielsweise Umweltverschmutzer kein Geld von Ökobanken wie der EthikBank erhalten. Neuartige Betriebe, die zum Beispiel auf saubere, regenerative Energiequellen setzen, erhalten hingegen relativ einfach einen Kredit.

Die Positiv- und die Negativ-Liste der alternativen Banken

Die alternativen Banken haben, um zu entscheiden, wem sie Geld verleihen wollen und wem lieber nicht, zwei Listen, die ihnen bei der Entscheidung helfen. Auf der Positiv-Liste stehen Eigenschaften, durch die potenzielle Kreditnehmer besonders schnell ein Darlehen erhalten können. Klassische Punkte auf dieser Liste sind der Umweltschutz, die Verpflichtung zu den Menschenrechten oder besonders faire Gehälter. Auf der Negativ-Liste stehen die Punkte, durch die ein Unternehmen oder eine Person sofort ausscheidet, wenn sie einen Kredit haben möchte. Dazu gehören Dinge wie der Waffenhandel oder Hungerlöhne.

Alternative Banken sind erfolgreich

Ökobanken wie die EthikBank sind mit ihrem Konzept erfolgreich: Seit Jahren können diese Finanzinstitute wachsende Umsätze und Gewinne vermelden. Der wirtschaftliche Ansatz dieser Banken, der lautet, dass nachhaltige Investments auch immer zu nachhaltigen Gewinnen führen werden, scheint sich zu bewahrheiten. Auffällig ist zudem auch der Umstand, dass die alternativen Banken bereits seit geraumer Zeit in den Kundenumfragen immer präsenter und stetig besser bewertet werden. Es gelingt ihnen zunehmend, sich immer mehr Vertrauen zu erarbeiten. Dies schaffen sie beispielsweise auch dadurch, dass sie ihre hohen Ansprüche auch ans sich selbst anlegen: Alternative Banken sind so fast ausnahmslos “gläserne Banken”, welche auch die Bundesregierung und die Bundesbank wünscht, wie ein Artikel im Handelsblatt zeigt. Dies bedeutet, sie legen alle ihre Geschäfte offen und ermöglichen es auf diese Weise, den Kunden, dass diese jederzeit nachvollziehen können, worin die Bank eigentlich investiert. Dies ist gleichsam ein wirksames Ausschlusskriterium gegen die Gefahr, dass sich eine Bank als Ökobank bezeichnet, obwohl sie es faktisch gar nicht ist.

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